Michael Oswald

 

 

 

Start
Aktuelles
Fotografie
Zeichnung
Texte und Projekte
Info
Impressum

Leben in den Zeiten von Corona 19

zurück zum Augusttext

 

Mittwoch, 1. 9. 2021

Stolz wie Bolle bin ich mit meinem vollständig gültigen Impfzertifikat ins Sportstudio eingelaufen, ich bekam meinen Vermerk und brauche mich darum nicht mehr kümmern. Mein coronafreies Leben kann starten, wobei das nicht heißen soll, ich bleibe coronafrei, ich kann es ja trotzdem noch bekommen, aber ich gehöre zu den 60 % der Bevölkerung, die wieder im Besitz von allerhand Bürgerrechten ist. Ich habe alle Tage mit Menschen aus der Gruppe der 40 % zu tun, höre da die verschiedensten Begründungen für diese Zugehörigkeit, die meisten kann ich nicht nachvollziehen. Darunter sind zu Hauf unkritische Nutzer jeglichen Fortschrittes, nur beim Impfen gibt es diese seltsame, auch uninformierte Verweigerung.
Auf Arbeit: Mein Kollege hatte heute mit einer dieser fehlerbehafteten Maschine zu tun und sich wacker einen abgekämpft. Was wir da an Zeit verplempern, immer wieder und sicher vermeidbar, und dann bekommen wir gesagt, unsere Arbeitsproduktivität sei nicht in Ordnung. Putzig.
Den Butt hab ich geschafft, es war ein dickes Buch und ich hab lange gebraucht, fand es anstrengend. Nicht das ich mich nicht anstrengen will beim Lesen, aber es kam zu wenig raus dabei. Wenn ich die schon reklamierten, ewigen Wiederholungen rausstreichen würde, würde gefühlt ein Sechstel des Umfanges übrigbleiben, das könnte interessant sein. das Buch gebärdet sich modern, neuartig in der Erzählhaltung, ständig wechseln Perspektiven und Zeiten, gen Ende hin spricht die Erzählstimme aus allen Personen gleichzeitig, wird Mann oder Frau, Frau ist Mann und andersrum, ohne dass dieses Aufschäumen besonders plausibel rüberkommt oder zur Erkenntnis führt. Eigentlich wird sehr wenig geboten, ledglich so einige Reklamationen am Weltenlauf, die mir aber nicht neu vorkommen, auch 1977, im Jahr des Erscheinens nicht neu vorgekommen wären, allerhand Unzulänglichkeiten werden in dieser Schüttelreimerei immerzu auf´s Neue verrührt, bis es mir zum Hals raushing. Man muss eigentlich nicht bis zum Ende lesen, ich wollte mit meiner Ehrfurcht vor dem großen Schreibernamen wissen, ob noch was kommt, nicht dass mir was entgeht, nun ja. Hab schon ein neues Buch aufgeblättert.
Gestern abend sah ich auf YouTube eine Tageszusammenfassung von den Paralympics und war sofort beeindruckt von den Sportlern und auch angerührt. Wenn eine Handbikerin oder eine Reiterin erzählt, wie sie sich aus der Krankheit rangekämpft haben und was der Sport ihnen an Lebensqualität bietet, ist das für mich wie eine Lehrstunde. Mir hat das so imponiert, wie geschwommen wird oder Tischtennis gespielt wird, das Kugelstoßen, Ringen und Sitzvolleyball, alles so noch nie gesehen und sogleich die Intensität erfasst, da will ich gern weitermachen mit meinem Sport und über die paar Zipperlein, die anfallen, lachen.

Donnerstag, 2. 9. 2021

Mikis Theodorakis ist gestorben, in hohem Alter, nach reichem Leben. Seine Musik bleibt uns, sein Canto General war mir in jungen Jahren der Einstieg in die Weltmusik, die moderne Klassik, wo immer man das hinordnen will. Ohne ihn wäre Alexis Sorbas nicht so eindrucksvoll.
Es war Pausentag, ich musste etwas ausschlafen, keine Zeit mehr für den Sport, ein wenig telefonieren ging noch und ein paar Papiere vorbereiten, das war schon alles. Im beheizten Bus ging es bei schönstem Sonnenschein zur Arbeit, nicht nur, dass es rumpelt, die Heizung sei laut Busfahrer auf Null, tat aber wie Winterbetrieb. Abends war es in Ordnung, lag es am Bus, am Fahrer, an höheren Mächten? Auf Arbeit sehr entspannt, keine Vorgesetzten waren da. Die Maschinen sind alle gelaufen, wir können es auch so.

Freitag, 3. 9. 2021

Geschafft, es geht ins Wochenende. Vormittags mit dem Rad zum Sport, draußen am Tower allerhand durchgezogen, Mittag vom Bäcker, die Seele mit Schafskäse, im Bus, ungeheizt, zur Arbeit, da fing es an mit dem Angebot, heimzugehen. Stückzahl sei erreicht, Material ist kaum was da, das hätte was genutzt, wenn es gestern verkündet worden wäre. Da war alles von heute sichtbar. Nur war eben keiner anwesend, der mitgedacht hat. Ich fahr nicht über eine Stunde mit dem Bus durch die Gegend, um dann wieder heimzufahren. So sind wir dageblieben, waren nicht sonderlich motiviert, haben unsers gemacht. Jetzt vergess ich das alles, freue mich auf morgen, da kann ich lesen, laufen gehen, hab auch allerhand zu tun, Einkauf, die Webseite endlich fertig machen, Papiere ordnen, Bude putzen usw. Die Briefwahl muss gekreuzelt werden, dann ist meine Wahl getan. Diesmal ist es ganz einfach, für mich stellt sich nur eine Möglichkeit als sinnvoll dar.

Samstag, 4. 9. 2021

Es ist zum Lachen, da war aus der Woche so viel ligengebleiben, dass es nicht mal geklappt hat, laufen zu gehen. Nach gemächlichem Anfang mit Lesefrühstück und Lesen ohne Frühstück hab ich angefangen, von meinem Zettel die wichtigsten, die unaufschiebbaren Dinge abzuarbeiten. Ich bin gut vorwärts gekommen, aber manche Dinge dauern.
Eine Unterschrift musste ich einholen, da sollte ich gleich kommen und zum Kaffee bleiben, dafür hab ich sofort was anderes gecancelt. Ich saß frohgemut auf einem Balkon in der Sonne und ließ es mir gutgehen. Eine Coronageschichte hab ich gehört, die hat mich geschwind erschüttert. Ein Impfverweigernder behandelt ebensolche mit einem Bonusvorteil. Weil sie zum Fähnlein der Aufrechten gehören. Ich will nicht konkreter werden, diese Variante von Querdenken kannte ich noch nicht. Sie sind überall und unter uns, ich merke, dass ich schnell an die Stelle komme, dass ich so jemanden nicht ernst nehmen will. Bei Tetanus und Diphterie, gibt es da auch solche Haltungen? Da ist es dann eher mit persönlichen Konsequenzen versehen, zumindest bei Tetanus, während bei Diphterie und Corona wegen der Ansteckungsverbreitung die Folgen für alle da sind. Es ergibt sich da eine seltsame Haltung aus Halbwissen, Laienschlussfolgerungen, merkwürdigen Freiheitsauffassungen und Lagerdenken, es gibt bestimmt noch mehr Zutaten. Ich bin froh um die Möglichkeit des Impfens, als die Pest noch durch die Lande ging, hatte man nicht viel dagegenzusetzen. Mit dieser meiner Haltung lasse ich mich dann beschimpfen als naiv, schlecht bzw. von den falschen Medien informiert, als obrigkeitshörig und was noch alles. Wie soll man da miteinander reden?

Sonntag, 5. 9. 2021

Gutgelaunt im Spätsommer, es fing an ohne Zeitdruck, Erzählungen aus den Inselstücken zum Frühstück, Zeugs für Freibad richten, die Anmeldung auf dem Handy parat haben, wir waren verabredet zum Aquajoggen. So als letzte Gelegenheit, das draußen zu genießen, das war die Idee, mein Sportskollege hatte angefragt. Nach dem Einschwimmen war es schnell rum mit genießen, es war ziemlich anstrengend, ich hatte es lange nicht gemacht. Das Programm war knackig: 5 min, 3 min, 1 min Vollgas, dazwischen je 1 min Pause, diese Sequenz viermal. Wir hatten den Bereich unter dem Sprungturm ganz für uns. Michi im Rhythmus einer schnellen Nähmaschine neben mir, bei der einen Minute hat er noch einen Zahn zugelegt, es fing an zu schäumen. Ich hab alles gegeben, bin gut durchgekommen. Hinterher ausschwimmen und ein bisschen warme Dusche, noch kurz in der Sonne  aufwärmen, wir waren über eine Stunde im Wasser, auch wenn das 23 Grad hat, kühlt man runter. Mittags gab es zu Hause, ich hatte mir gestern Champignons gekauft, die hab ich auf die Pfanne geschmissen, drei Eier dazu und gewärmtes Dinkelvollkornbrot, das war perfekt. Nachmittags war ich mit dem Rad in der Stadt, am Bücherschrank hab ich ausgeladen, aber auch was eingepackt, u. a. ein Kinderbuch von Christoph Hein. Ist mir neu, dass er sowas gemacht hat, und ich bin neugierig drauf. Meine Stapel nehmen so nicht ab, immerhin verändern sie sich wenigstens inhaltlich. Auf dem Rückweg, den ich so gestaltet hatte, war der Bäcker offen, naja, ihr wisst, was passiert ist. Das war mein Programm, ich habe den Rest vertrödelt, geruht, gelesen. Als ich abends das Rad in den Keller bringen wollte, bin ich vorher am Schlachthof lang gefahren und siehe da, die Mahnwache stand davor. Alle 14 Tage sonntags, sie halten durch.
Ein Ding noch: Es gibt neues Videomaterial von Rezo, er zerstört vor der Wahl, diesmal nicht nur die CDU. Er erteilt ein berechtigtes Ungenügend, die Politik zur Klimaveränderung betreffend. Und er kann es eindrucksvoll belegen. Es gibt zwei Videos, ein drittes soll noch kommen. Er wollte auch im Vorfeld der Wahl die Kandidaten einladen auf Twitch sich den Fragen der jungen Generationen zu stellen, die über Fernsehen nicht erreichbar sind, da hat Laschet gekniffen. Diesen Vorgang schildert er in einem Extravideo. Ich empfehle das alles zu schauen.

Montag, 6. 9. 2021

Frühschicht, das sagt alles, ein Tag im Schlafdefizit. Auf Arbeit mit demselben Fehler an derselben Maschine gekämpft wie vorige Woche, immerhin ist diesmal ein Stillstand und Reparaturauftrag rausgekommen. Wenn wir Glück haben, schaut ein Kundendienstler der Herstellerfirma danach, es ist grad jemand im Haus. Komplizierte Abläufe auch in der Personalabteilung, mit dieser Bezeichnung oute ich mich als Boomer, man sagt HR. Ich muss anklopfen, darf aber wegen Corona die Tür nicht selbst öffnen. Werde verwiesen an die nächste Tür von einer telefonierenden Dame, da ist dann niemand. Von vorn. Ich bin diesmal eingelassen worden, darf mein Begehr sagen, werde belehrt über fehlende Kreuzle und dieVertracktheit des Verfahrens. Darf gehen, aber nicht die Tür öffnen. Muss bittend auffordern, wenn das Prozedere so sein soll.
Nachmittags, daheim, gestresst nach vielen Ungehörigkeiten der mich Umgebenden, das will ich nicht aufzählen, mach ich die Tür zu, meine Welt. Stadtgang mit Seelentröster, ein Stück Mandarinenschmandkuchen zu Kaffee, ich darf drinnen sitzen, vom Porzellan essen, bin 3G-gültig. Mit Luca-App geht es schnell und ohne Papier. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs, dadurch ging es schnell, und ich war zeitig beim Sport, konnte noch bisschen Routinen abarbeiten, bevor es in den Crossfitkurs ging. Eine knappe Stunde, eh anstrengend, dazu war mein Trainingskollege dabei und hat mit Gewichten vorgelegt. Da ein Muskelkater von der Nummer gestern im Aufbau ist, ging es richtig an die Grenzen, manchmal kontrahierte nicht mehr der Muskel, eher der Willen. Am End waren es über zwei Stunden Sport, da ich mit dem Rad da war, noch mehr. Auf dem Rückweg hab ich den Läufermichi begleitet, er zu Fuß im Affenzahn durch die Stadt, ich gemächlich radelnd. Vielleicht hätte ich ihn bisschen besser von dem Verkehr abschirmen sollen, da fehlt mir jegliche Erfahrung. Jetzt also das hier fertig, schnell in die Kiste, Schlaf nachholen.

Dienstag, 7. 9. 2021

Besser geschlafen als letzte Nacht, aber noch weit vom guten Zustand entfernt. Dazu ist über Nacht der Muskelkater vom Aquajoggen gereift, ein neuer entwickelt sich dazu vom Crossfit, das war beinlastig und der Arsch meldet sich beschwerlich. Auf Arbeit angekommen, da stört sowas nicht. Ein Wunder ist passiert, die kaputte Spanneinheit der schwächelnden Maschine wurde repariert, wie ich es verstanden hab, waren die zwei Stellventile für die Druckdosierung ausgefallen, keine große Sache. Wenn ich denke, wir haben uns zwei Wochen mit der Kiste gemüht, Zeit verplempert und Ausschuss gehabt und Spannzeug, das ist teuer, zerstört, weil die kleine Reparatur nicht stattfand. Ich würde das anders regeln. Dafür fiel an einer anderen Kiste die Kamera aus, wegen Verölung, da war ich wieder beschäftigt. Im Bus heimzu hab ich mir das alles aus dem Kopf geschlafen.
Eigentlich wollte ich laufen gehen, aber ich war ein Totalschaden, so hab ich mir das Rad rausgeholt, bin in den Spätsommer über die Felder gefahren, an den ersten Herbstzeitlosen vorbei, in Wurmlingen wollte ich schauen, ob der Bäcker offen ist. Das Ergebnis war: Ja, ich saß also mit einem Aprikosenschmandstück in der Sonne. Weiter nach Hirschau, eine Runde um den Baggersee, der ist aber so zugekrautet, da hatte ich keine Lust auf Baden. Heimradeln, ich war doch verschwitzt, wollte nun doch noch laufen, da das Rad gut ging, auch, damit sich das Duschen lohnt. Hab mir eine Strecke ausgedacht, so am Neckar lang, ohne Berg, bin raus und fühlte mich sehr schmerzhaft an auf den erste Metern. Es war mühsam, ich hab es sofort eingekürzt, bin bis zm Freibad gekommen und hab gewendet. Es waren nur 5 langsame Kilometer, fühlte sich an wie Halbmarathon. So trullere ich mich beizeiten ins Bett in dem Wissen, das geht alles wieder weg.

Mittwoch, 8. 9. 2021

Ich gebe nach, gebe meinen inneren Widerstand immer schluckweise auf. Über mein Leben legt sich wie die Spinnweben im Altweibersommer die Struktur des Dreischichtbetriebes, es geht ja schon ein Jahr so. Nur noch Erinnerung ist die Zeit, als ich noch Wochenendarbeiter war, mit drei Tagen war es abgegolten, wo es nun fünf braucht. Die innere Revolte wird leiser, ich merke es daran, dass ich mir vieles gar nicht mehr vornehme, Kinobesuche, VHS-Vorträge, Onlineseminare, die Schreibseminare an der Uni, das Lauftraining am Sportinstitut, alles gecancelt, weil die Zeit fehlt. Von dieser Stelle aus, mit diesem neuen Referenzpunkt versuche ich, es schön zu haben. Heut ist es gelungen. Stadtgang per Rad, Halt beim Bäcker, die lustloseste Bäckereiverkäuferin seit langem, das war schon wieder zum Lachen, Bücherschrank, Buch hin, Bücher her, mich unterwegs an der Sonne freuen, dann zum Sport. Kurs am Tower, immer wieder neue Übungen, Grenzen werden in der Gruppe später wirksam, also kurz vorm Zusammenbruch vielleicht. Wir haben´s gutgelaunt durchgezogen. Damit war der Tag schon voll, all das Nichterledigte bleibt einfach liegen.
Wieder einer neuen Begründung von Impfunwilligkeit begegnet, die ich auch nicht nachvollziehen konnte. Dabei laufen die Kliniken nach und nach voll, die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Inzidenz geimpft bei 15, ungeimpft 180, ergibt irgendwas von gesamt knapp hundert. Die schlimmen Verläufe haben in ebendem Verhältnis die Ungeimpften, dabei könnte es schon ausgestanden sein, wären wir eine immune Herde. Corona läuft also weiter und beeinflusst unser aller Leben, die Bildung, die Wirtschaft, die Kultur, weil es diese naive Auffassung von "meiner Freiheit" gibt. Ich hab noch keine einzige überzeugende Argumentation gegen das Impfen gehört. Auch von einer freiwilligen Übernahme der Krankenhauskosten durch ungeimpft Erkrankte hörte ich noch nie, das wird selbstverständlich der Versicherung aufs Auge gedrückt, die von allen gezahlt wird.

Donnerstag, 9. 9. 2021

Ein Dreizeiler muss reichen: Arbeit ok, nachmittags kurz im Paradies vorbeigeschaut, ich fand mich zum Kaffee auf einer Terasse, es gab Heidelbeerkuchen, der Verkehr brauste weit weg unter mir und ging mich nichts an, ich war zu Fuß da. Später mit dem Rad durch den Stau in der verstopften Stadt, die Autos warten, ich passe durch, zum Sport, Höhepunkt war Siggis Bauchkurs. Sie lässt niemals locker, wird nie fertig mit dem Zählen, es tut immer weh bei ihr und macht hinterher das Gefühl, gewonnen zu haben. Dann wollt ich mich belohnen, war in der Sauna, die Zeit fehlt jetzt hier.

Freitag, 10. 9. 2021

Die letzte Frühschicht, ich war meist allein in meiner Reihe, daneben auch Notbesatzung. Das Defizit beim Schlafen hatte sich aufgesammelt, zeitweise blinkerten mich die öligen, glitzenden Platten fast ins Delirium. Zum Glück war die Arbeit stetig, keine langen Rumstehpausen, die Zeit verging und Freude aufs Wochenende kam. Nachmittags, Feierabend, nach tranceähnlichem Busschlaf war ich froh um den Freiraum, ich hatte ein Geburtstagsfest abgesagt, weil ich mich so maulfaul, mürrisch niemandem zumuten wollte. Hab mir einen Kaffee gegönnt, langsam kamen die Lebensgeister wieder hervor, ich bin durch die zugestaute Stadt zum Sport geradelt. Die Baustelle macht mit ihren Sperrungen alle Tage alle Straßen zu einem Parkplatz. Ich fahr vorbei, spüre die Wut der Autofahrer, wenn ich mich durchdrängle, durch die Lücken fahr, die zufällig da sind, der Radweg wird nirgends beachtet. Ein Höhepunkt der Baustellerei ist, das Radwege weg gemacht werden, weil daneben Autos parken, dann sei es gefährlich für die Radfahrer, wenn ein Autofahrer die Tür aufmacht, ohne zu schauen, der Platz sei zu knapp. So fahre ich wieder mittendrin unter den Autos und LKWs und fühle mich so was von sicher. Im Studio gab es den Crossfitkurs mit neuen Übungen, das Krokodil und den Hängetwist hatte ich noch nie. Es war ein Anfänger da, an dieser Stelle wird offensichtlich, dass regelmäßig kommen wirklich nützt.

Samstag, 11. 9. 2021

Vor zwanzig Jahren, erst hab ich das kaum glauben wollen, ich war auf Arbeit, da wurden die Nachrichten zeilenweis durchgesagt, zu Hause hab ich den Fernseher angemacht. Das schlimmste war für mich, das ich Leuten zusah, die in den Tod fielen.  Bin Laden ist lange tot, das Prinzip Rache verstehe ich in dem Fall, finde es trotzdem nicht richtig. Es macht keinen Sinn.
Mein Tag begann spät, ich hab nachgeholt und fand es köstlich, ausgeschlafen aufzustehen. Danach mühte ich mich redlich, manches zu erledigen, hatte mit Widerständigkeiten zu tun, dadurch dauerte es lange. Als mir die Lust verging, band ich die Laufschuhe zu und hab meine übliche, schöne Strecke absolviert, unterwegs fand ich die späten Beeren des Aronstabes und die letzten Blüten vom Feinstrahl. Ich hatte eine Regenpause erwischt, als ich zu Hause aufschloss tröppelte es wieder los. Dusche, Mittag beim Chinesen, mittlerweile fragt er mich, was los ist, ich komme so selten. Von der Shedhalle in Tübingen wusste ich, es gibt Sommerfest, ich hatte Lust auf eine Fahrradtour, bin bei trockenen Verhältnissen los, weiter vorn sah man die Sonne durch die Wolken blinkern, es regnete ab dem zweiten Kilometer eindrucksvoll. Patschnass kam ich in Tübingen an, fand das Radfahren auf breiten blauen Spuren Klasse, fühlte mich wertgeschätzt und spürte auch den Respekt der Autofahrer, Verhältnisse wie in Amsterdam, das sind Radler die Könige. An der Shedhalle lief ein Konzert, es gefiel mir nicht sonderlich, außerdem sah man durch die nassen Hosen das Muster meiner Unterhosen, gar meinen kleinen Pim?, ich kam mir nackicht vor. So bin ich bald wieder auf den Rückweg, brauchte ungefähr bis Rottenburg, um abzutrocknen und hab mir dort eine kleine Ausstellung von den hiesigen Künstlerhofleuten augeschaut. Das mit dem Rad hat Spaß gemacht, das Gefühl, dem Wind und Regen zu trotzen, schnell zu sein, klarzukommen, ist mir angenehm. Abends holte ich mir einen Rechner, der günstig angeboten wurde, ich war froh um den schnellen Entschluss, weil man sich da beim Auswählen und Vergleichen auch sehr verzetteln kann. Jetzt hab ich wahrscheinlich nicht den besten und günstigsten, aber da steht er, morgen werde ich ihn in Betrieb nehmen.

Sonntag, 12. 9. 2021

Der Tag der Orgel und der Tag des Textausfalls.

Montag, 13. 9. 2021

Wirklich, ich hatte es mir fest vorgenommen, ich wollte in der Zeitlücke, die im Vordernachtschichttag liegt, die Webseite fertig machen, das heißt, die paar Änderungen noch einpflegen. Und ich hab ja gut angefangen. Aber dann war es wie immer, es fehlten die entscheidenden zwei Stunden. Ich hab den Wocheneinkauf geschafft, alles verräumt, Gemüse geputzt, Obst gewaschen, mich um die Wäsche gekümmert, war zum Sport und stellte mit dem Blick auf die Uhr fest, wieder nix. Es muss ein entscheidender Zauber über meinen Zeitenläufen liegen, ich glaub, ich weiß auch ungefähr, wo er sich versteckt. Es ist der Fehler schon im mir Vornehmen der Ration für den Tag. Da muss in meinem Hirn ein Simsalabim wirken, ich schreib mir alle Vorhaben auf, denke, ja, bisschen viel vielleicht, aber wird schon gehen, und jedesmal landet es am Abend weit vor der Vollendung. Normal schlaue Menschen würden versuchen, rauszubekommen, woran liegt es. Zuviel vorgenommen, Zeit vertrödelt, Zeit falsch eingeschätzt für einzelnes, summiert sich zu einem wieder nicht geschafft. Ich kann es ignorieren, male abends tapfer den neuen Zettel voll und lege den alten auf den Stapel. Wäre er fertig abgearbeitet, könnte er weg, das würde ich gern mal wieder erleben.
Der Wahlkram läuft. Scholz liegt vorn, ich denk, ich weiß, warum. Wir schrecken zurück vor fälliger und dringender Veränderung, das mit dem Klima sehen wir schon ein, solange es nicht unser Verhalten betrifft. Dafür, so scheint es, steht Scholz. Laschet steht für gar nichts, soviel sowohl als auch bringt niemand anderes in einem, in jedem Satz unter. Und Baerbock will soviel verändern, wirkt ein bisschen wie übereifrige Klassenbeste, wie Möchtegern.

Dienstag, 14. 9. 2021

Die Nachtschicht wurde ich verborgt in einen Bereich, der schon lange zusätzliche Kräfte aus der ganzen Firma beschäftigen muss, aus eigener Kraft geht es nicht, ging es noch nie. Die Chefin dieses Bereiches war stimmführend bei der Begründung, die Wochenendarbeit abzuschaffen, sie konnte anhand ihrer Zahlen nachweisen, dass alles in der normalen Wochenarbeitszeit zu schaffen ist. Komisch, warum ich meinen Führungskräften nicht immer über den Weg traue. Es war trotzdem interessant, diesen Bereich kennenzulernen, ein frisch Ausgelernter hat mich eingewiesen. Er hat es gut gemacht, nur waren da genausolche Stolperfallen, die ich aus den mir vertrauten Abläufen kenne, und schon gab es ein kleines, unnötiges Durcheinander. Heut gehe ich wieder in meinen Bereich, mal sehen, ob genug Material da ist. Morgens die Heimfahrt, auf dem letzten Stück wurde es hell, die Nebel stiegen über den Neckarwiesen auf, es war eine Zauberwelt. Eigentlich hätte ich fotografieren gehen müssen, war aber zu müde. Ging also schlafen, gut schlafen bis zum Weckerklingeln. Halb zwei saß ich am Frühstück, lesend, Jules Verne´s Erstling, "Fünf Wochen im Ballon", erschienen 1864. Das Buch tut noch heute, schon am Anfang sind köstliche Beschreibungen seines Personals, ganz präzise Schilderungen vom Miteinanderagieren, wie man es heut genauso finden kann. Beispiel: Der Freund des Helden will ihn von seinem Vorhaben abbringen, tönt vor dem Diener, wie er das anstellen wird. Der Diener sagt ihm freundlich, jetzt bist du so laut, warten wir bis mein Herr kommt. Er wird dich auffordern mitzutun und du wirst es machen. So kommt es eine Seite später.
Meinen neuen Rechner hab ich ausgepackt und eingerichtet, dabei geht die Freiheit des Menschen zum Teufel. Wenn man den Vereinbarungen nicht zustimmt, geht es nicht weiter. Es ist nicht so dass man nur einen Rechner gekauft hat, man liefert sich Microsoft ziemlich aus und ist auch noch einverstanden damit. Sonst tut der Rechner nicht. Im Ergebnis Unwohlsein.
Zum Sport gegangen, das alles wegtrainiert, eine riesige Heuschrecke kam mich besuchen, wir haben einander eine Zeit lang zugeschaut, dann musste sie weiter. Ich ja auch.

Donnerstag, 16. 9. 2021

Nicht geschafft, gestern nicht und heute auch nicht. Und siehe da, die Welt dreht sich weiter. Das soll nicht das Ende sein hier, es wäre mir zu banal. In der Gewissheit, es kommen bessere Zeiten, halte ich das jetzt aus. Aber nicht gern.

Freitag, 17. 9. 2021

Ich kann mir dabei zusehen, wie die Form verlorengeht. Einmal die Woche laufen reicht eben nicht, um Läufer zu bleiben. Heute waren es die 10 km, wo ich unterwegs schon denke, ganz schön weit. Im Schnitt gerade noch unter 5:30 min/km. Lustig fand ich, hab trotzdem paar Radfahrer am Berg überholt. Die Herbstzeitlose reckt ihre schönen Krokusblüten auf den Wiesen. Die letzte Nachtschicht steht noch an, das Wochenende danach ist kurz und schon komplett verplant.

Samstag, 18. 9. 2021

Umsteigen von nachtaktiv auf Normalbetrieb, es hat geklappt. Nach ein paar Stunden Schlaf bin ich relativ zeitig aus der Kiste gekrochen und hab nach dem Lesen zum Frühstück angefangen, gleich angefangen, die Bude zu putzen. Am Nachmittag war ich zum Sport verabredet, wir haben ein bisschen trainiert und ziemlich viel geschwätzt, uns auch klar gemacht, das ist schon in Ordnung so. Den Einkauf musste ich dranhängen, sonst wäre es ein sehr diätöses Wochenende geworden.
Auf Arbeit kam letzte Nacht die Nachricht an, dass in Tübingen eine ganze Abteilung geschlossen wird, verlegt nach China. Nicht etwa wegen der Kosten, nein, nie im Leben, sondern dort wächst der Markt. 107 Leute seien plötzlich überflüssig. Bei der Verkündigung der Nachricht sei Security dabei gewesen. Komische Welt. Bin gespannt auf die Reaktionen des Betriebsrates.
Lesen: Einer flog über das Kuckucksnest, von Ken Kesey, 1962 erschienen, hab ich die passende Literatur dazu. Der Anfang, weiter bin ich noch nicht, ist Klasse. Schnurstracks wird die Atmosphäre in einem Irrenhaus geschildert, in den USA der Endachtziger kein gemütlicher Aufenthalt. Ein Neuer kommt auf die Station, erzählt wird von einem Insassen. Sofort erschließt sich das Machtgefälle vom Personal zu Patienten, viele Rechte verblieben  ihnen nicht. Es gab 1975 den Film dazu, und ich hab in jungen Jahren in Berlin auch ein Theaterstück gesehen, fand alles sehr beeindruckend, und als mir dieser Tage das Buch aus dem Bücherschrank zuwinkte, brauchte ich nicht lang überlegen.
Verpasst hab ich ein Treffen von Jongleuren und Akrobaten in Tübingen, dafür hat die Zeit nicht gereicht. Schade, ich wöllte mich manchmal verdoppeln.

Sonntag, 19. 9. 2021

Das Wochenende diente der Erholung, es schien nötig zu sein. Jedenfalls war ich recht faul. Vormittags konnte ich ein paar kleine unaufschiebbare Dinge erledigen, beim Mittagessen ließ ich mir helfen, ich hab´s bestellt und heimgetragen, schon musste ich ins Auto, es sollte nach Esslingen gehen zur Villa Merkel. Natürlich bin ich im Stau gelandet, so dass es eine halbe Stunde länger dauerte, kam zu spät. Die Ausstellung, fiction? better than reality!, in der Hauptsache Videos, die meisten aufwändig gemacht, teilweise anschauunfreundlich, wenn unten der Text schnell, zu schnell durchlief, hatte man drüber was verpasst, erreichten mich kaum, es war nicht die Bildsprache, bei der ich länger zuschauen will. Ein bisschen hab ich gedacht, jetzt bin ich alt geworden, die Kunst geht neue Wege, ich?
Hinterher war ich in der Sauna, dem Leib was Gutes tun, nach dem ersten Schwitzen gab es Kaffee und Kuchen, das Programm war eindeutig besser als das in der Ausstellung. Und schon isses rum, das Wochenend, auf das sich alle so freuen.

Montag, 20. 9. 2021

Es fing an mit einem Zahnarzttermin, da musste ich zeitig aufstehen, war pünktlich da und bekam meinen endgültigen, gut passenden Ersatzzahn montiert. Es ging schnell, ohne Spritze, fühlte sich gut an, lustig fand ich, am Ende bekam ich die Abdrücke meines Gebisses in die Hand gedrückt, soll ich vier Jahre aufheben. Es hätte sogar für Sport gereicht, aber ich hab nicht damit gerechnet, sondern wollte ein bisschen Krimskrams erledigen, war also tanken und im Gebrauchtwarenladen. Da such ich nach verschiedenen Kleinigkeiten, geh ab und zu hin und jedesmal nehme ich was anderes mit, von dem ich gar nicht wusste, dass ich es brauchen könnte. Heute war es Liebe auf den ersten Blick, eine uralte Keramikvase von zeitloser Schönheit stand in meinem Weg, für einen Euro kam sie mit mir. Hab mich zu Hause beim Vorbeigehen jedes mal an ihr erfreut. Und voller Elan hab ich an meinem Haushalt noch was gerichtet, der Sanitärputz - Haken dran, die Wäsche war trocken und aufzuräumen - Haken dran usw., es hat mir sogar noch zum Bäcker gereicht, da kam mein Mittag her, ein köstlicher Gemüsekuchen.
Auf Arbeit, nach den Nachrichten vom Freitag, keiner unserer Chefs geht durch, informiert, beantwortet Fragen, auch vom Betriebsrat niemand da, kein Aushang am schwarzen Brett, nichts. Wir sollen einfach so weiter machen, wie Schafe, weitermachen, bis die Reihe an uns ist. Ich dachte bisher, so was kann man lesen in grauseligen Büchern über den Kapitalismus, wir können das live erleben. Ich bin wieder verborgt, arbeite in einer Reihe, da kann ich bedienen aber nicht rüsten, nun ja, es macht auch nicht viel Sinn da lernen zu wollen, mittlerweile arbeite ich an vier Stellen, da wird sich das bisschen Ahnung, das ich an einer hab, wohl bald verlieren, ab dann wird es egal, wo ich bin.
Corona, so scheint es, schleicht sich langsam aus, die anderen Themen nehmen wieder mehr Raum in den Nachrichten ein. Zur Wahl kann man viel hören, die U-Boot-Geschichte zwischen Frankreich und Amerika, da hakt es. Und jede Menge Abschied von Merkel. Es werden Einzelsätze aus irgeneinem Zeitraum ihres Wirkens genommen, um haufenweise Thesen zu belegen, wie ihre Ära in die Geschichte eingehen wird. Mein Eindruck ist, da werden Medienhäppchen produziert, aus dieser Masse wird sich irgendwann ein vereinfachendes Ergebnis herauskristallisieren und das wird bleiben.

Dienstag, 21. 9. 2021

Der Höhepunkt meines heutigen AufderWeltseins ereignete sich auf der Heimfahrt von der Bushaltestelle nach Hause. Es war vorher ein guter Tag gewesen, vormittags war ich zeitig aus dem Bett gekommen, nach dem Ritual vom Morgen lief ich schon Punkt Neun im Studio ein, dadurch war genug Zeit für gutes Training. Es war ein kühler Spätsommertag, so dass ich das meiste draußen am Tower machen konnte, manchmal bin ich zum Aufwärmen rein gegangen. Ein wenig an Fitness fehlt, so dass ich nicht mehr zwei Stunden durchtrainieren kann, vor Corona ging das ohne weiteres. Egal, hab alles gegeben und bin zufrieden unter der Dusche gestanden. Die Arbeit fing kompliziert an, viele Maschinen standen mit Störungen, nach viel Mühe und Hilfe der Instandhaltung lief allerhand. Die Halblebigkeiten sind zumeist nur überbrückt, man muss sich noch drum kümmern. Es gab ein Flugblatt der MLPD zu den Vorgängen in der Firma inTübingen, das ist zumindest mal eine Schilderung von innen, die sonstige Quellenlage bleibt sehr dünn, weder Vorgesetzte noch Betriebsrat haben bisher was verkündet. Sind wir ein Schrebergärtnerverein?
Dann also, die Ansage im Radio, Jazz vor elf, ein mir unbekanntes Werk mit Pharoa Sanders. Movements von Sam Shepherd, das Album heißt Floating Points. Es fing so betörend an, das ich kaum aus dem Auto rauskam. Ich hab schnell was gegessen und mich vor den Rechner gepackt, auf YouTube gesucht und gefunden und jetzt entschwebe ich grad der Realwelt, mir fehlt nix und es möchte ewig so dauern. Der empfindlich, brüchige Ton des fabulierenden Saxophons mit dieser speziellen Pharoa-Tönung im Kontrast zu eindringlichen Streichern des London Symphony Orchestra, Musik um der Musik willen, das geht noch so weiter, drum höre ich hier mit dem Geschreibsel auf und lasse mich fluten.

Mittwoch, 22. 9. 2021

Mein Vormittag fing gut an, zeitig genug, schließlich wollte ich laufen gehen. Es kam anders. Ich bin telefonierend in einer Zeitraffermaschine gelandet, hab mich bei allen kurz gefasst und trotzdem war die Uhr schneller durch als ich. Da es keinen Sinn machte, schmollend zu verweilen, hab ich immerhin meine Zeichnungen aus dem letzten Kurs durchsortiert, die meisten geschrottet und drei in die Archivkiste geräumt. Herrlich der Griff nach vorhandener Box, die dem Format Bleibe bieten kann. Vor Jahren lagerte ich so große Fotodrucke. Um ranzukommen, musste ich allerdings große Fotorahmen abräumen, wobei sich sofort wieder die Frage nach dem Sinn solcher Archivierungen stellt. Die großen Bildteile, immerhin 120 cm x 160 cm, wurden einmal gezeigt in einer Ausstellung, für die sie auf Drängen meines damaligen Kunstdozenten gemacht wurden, stehen seitdem raumfordernd und nutzlos hier rum und werden nur bewegt für solch weitere sinnfreie Archivierungen. So geht es in vielen Ateliers zu, nur dass meist die Einlagerungsfrequenz viel höher ist.
Auf Arbeit, der Chef ging durch und fragte, wie es so geht. Immer bei einzelnen Kollegen oder Kleingruppen. Immerhin hat er sich ordentlich den Fragen, meist zu Tübingen gestellt, sie auch in Bezug auf Münsingen gut beantwortet. Ich hab ihm vorgeschlagen, sein Statement für unseren Standort zu verschriftlichen und für alle lesbar am schwarzen Brett aufzuhängen, das würde die Unruhe in der Belegschaft mindern.
Beim Lesen fand ich im Kuckucksnest eine Stelle, da kam ich aus dem Lachen nicht mehr raus. Zehn Insassen der Anstalt hatten sich den Freigang erkämpft, wollten mit zwei Ladys eine Bootsfahrt machen und angeln. Wie es endlich dazu kommt, ist schon lustig, dann kommt die Angelszene: