Marathon, Darß, der dritte

1. 3. 2017

Am 1. 3. 2017 startet nicht etwa die Trainingsphase für meinen dritten Marathon, das wäre viel zu knapp. Es startet das Aufschreiben, das Begründen, das Drübernachdenken, warum dies Vorhaben gesetzt wurde. Warum ich nach den vielen Anfechtungen vor und während dem 2. Lauf, wider die feste Auffassung, nie wieder so Zeugs zu machen, doch zur rechten Zeit die Anmeldung losgeschickt habe, schon aus einem guten Trainingstatus heraus. Das auch hier in einem anderen Text erklärte Ziel war eigentlich die 10km-Strecke in guter Zeit zu machen, z. B. in Kiebingen zum Osterlauf an die 40 min ranzulaufen. Ab da fand die Geschichte eher in meinem Kopf statt, und der scheint sich dem direkten Zugriff nicht vollständig zur Verfügung zu stellen. Hormone, Wesensmerkmale, Hirnchemie, das Gefühl, mit dem Marathon kann man besser angeben, die Freundschaft zu meinem Mecklenburger Laufkumpel Kai, vor dem ich nicht schlapp machen will, dem ich trotzdem wieder hinterher laufen werde, die Lust auf den Darß, das ist die schöne Halbinsel an der Ostsee und das Anbaden im April, auch der kleine grünfilzige Schlüsselanhänger für meinen Sportstudiochip, den ich 5 mal die Woche in der Hand hab, da steht Darßmarathon drauf, all das und was weiß ich noch könnte eine Rolle gespielt haben bei dem Entschluss sich anzumelden.
Jetzt hab ich die ersten 30er Läufe absolviert, es ist alles da, was ich auch bisher erlebte, die ersten 10 locker, gutgelaunten km, die zweiten, in denen ich mich spüre und denke, ach, schau an, es geht doch, die Anfechtungen auf den dritten 10 km, manchmal tut was weh, manchmal braucht es eine Gehpause, ich denk, hoffentlich sieht mich niemand, und die letzten km über 30, das sieht bestimmt nicht mehr gut aus und fühlt sich auch so an, soll aber noch besser werden, so ist der Plan.
Es soll aber auf jeden Fall auch vom Spaß am Laufen geschrieben werden, vom sich-selbst-erleben an mancher Grenze, von Begegnungen, Erlebnissen, vom Musikhören, vom Podcasthören, vom Waldgucken, vom Kilometerschruppen und von Stadionrunden.
Soll jeder Lauf einen Text geben? Nein, so viel wollt ihr nicht lesen, aber ein bisschen Geratter will ich schon machen.

Zum Anfang ein Erleben aus den vergangenen Wochen: Im Internet, vielleicht bei runtastic, hab ich was gelesen von Bergläufen. Also gut, fiel mir die Wurmlinger Kapelle ein. Bin ich losgelaufen, es war ein nebeliger Tag, unten war frei, alles was höher als 30m war, wurde vom Nebel geschluckt, war weg. Die Luft war schön, kalt und feucht und frisch. Irgendwann unterwegs, ich bin raus aus Rottenburg, die Türme vom Dom und von Sülchenkirche endeten in gewisser Höhe konturverlierend, sich auflösend, der erste freie Blick zur Kappelle, da war nix. Nur weiß. Ich hatte in Erinnerung, da war ein Berg, da war eine Kapelle. Ich bin weitergelaufen, hab doch keine Angst, sie muss da sein. In Wurmlingen sehe ich Wurmlingen, aber nicht die Kapelle. Ich weiß, wo der Weg langgeht, ich laufe weiter. Die Steigung fängt an, ich schau ins Weiß. An den Kreuzwegstationen zähl ich mich aufwärts, bei den ersten vier oder fünf seh ich von einer zur nächsten. Dann wird die Luft feuchter, die Sicht begrenzter, die Brille beschlägt nach und nach. Ich denk, ich lauf da rein, will schließlich hoch zu einem Ziel, von dem nur durch Erinnerung klar ist, es muss da sein, die Bestätigung durch den Augenblick bleibt aus. An der vorletzten Station, ein Wegweiser behauptet was von 200m, seh ich keine Kapelle. Haha, denk ich, jetzt sollte ich jemanden dahaben, zum Wetten, ich würde alles drauf setzen, dass sie da ist. Die letzten 200m fast fertig, und siehe da, ich hab recht gehabt. Wenn ich mir vorstelle, da wäre nichts gewesen, wäre ich sehr durcheinander geraten. Als ich oben war, der Berg ist nicht lang, aber er hat es in sich, geh ich durchs Tor in den Kirchhof, stolz, dass ich oben bin, will schauen, wo ich herkomm und sehe nichts. Wieder nichts, beinahe war ich empört, war doch grad unter Mühen und Hecheln am Weinberg entlang und konnte ihn nicht sehen. Bin dann heimgeschwebt, runter geht es leicht und schnell, als Wurmlingen auftauchte, war auch Rottenburg wieder da, ich kam heim mit dem Bewusstsein, was zum Aufschreiben erlebt zu haben.

3. 3. 2017

Von der Frühschicht kam ich komfortabel heim, ein Kollege nahm mich im Auto mit, der Werksbus hätte eine halbe Stunde länger gebraucht. War schon auf Arbeit Mittagessen, da ich zum Laufen wollte, 16.00 Uhr sind die Leichtathleten im Stadion, normalerweise. Ich kam also zur Zeit da an, es war offen, zwei Jungs kamen mir gemütlich laufend auf der Bahn entgegen. Schwitz auf der Stirn, sogar über der Lippe, die hatten ihr Training hinter sich und mussten das Stadion abschließen. (Sie sagten mir, ich könnte trotzdem laufen und müsste halt hinterher übers Tor rausklettern, sie haben mir eins empfohlen, wo es ganz leicht sei. Ich kannte genau dieses, bin auch schon geklettert, da schauen die Leute drumrum aber etwas verstört.. Wenn die Jungen das machen, ok, aber mich fangen sie vielleicht als beknacktes Alterchen weg.)  Also gut, es sind Faschingsferien, die Leichtathleten haben Pause, so bin ich ausgewichen mit meinem Vorhaben Intervalltraining und ersatzweise zur Kapelle gelaufen, war zweimal oben. Vorbei an zahlreichen Spaziergängern, an manchen davon viermal, zweimal hoch, zweimal runter, manche haben geschaut, als würde ich übern Zaun klettern. Am Ende sind 15 km zusammengekommen, jetzt sitz ich zufrieden schreibend zu Hause, gleich gibts was zu futtern, dann muss ich noch für morgen das Zeugs für die Frühschicht vorbereiten und dann geht es ab in die Kiste. Also die zum Schlafen.

8. 3. 2017

Am Montag kamen 35 km zusammen, so sagte mein Handy. Ich hatte über den Ablauf nachgedacht, folgendes war das Ergebnis. Da es mich gestört hat, so war die Erinnerung an die langen Läufe beim letztjährigen Training, Getränke und Riegel zum Futtern mitzunehmen, das schlackert dann so im Gurt, entweder ist es zu eng eingestellt oder zu locker, dann rutscht es rum und num, hab ich die Strecke geteilt. Die ersten 25 km brauche ich nix, dann komm ich wieder zu Hause an, trink, ess eine Banane, einen Riegel, und hoppel wieder los. Die letzten 10 km schaff ich dann gut. Im richtigen Lauf gibt es dann Verpflegung unterwegs. Die einzige schwierige Stelle ist, wenn man zu Hause ist, dann wieder loszugehen.
Abends war ich im Sportstudio, functional training. Nur eine halbe Stunde, ausreichend, um ins Schnaufen zu geraten, außerdem würd ich den Muskelkater in den Beinen da verorten, Kniebeugen mit Zusatzgewicht und Boxjumps, beides zwei Runden, je zweimal 30 sec. Das klingt nicht bedeutsam, jedoch, man merkt sich deutlich.
Am Tag danach war Pause, lauffrei, Lesezeit, der reinste Luxus, nur abends der Bauch-spezial Kurs bei Siggi. Auch nur eine halbe Stunde, reicht allemal zum Schwitzen. Danach ist es mir das erste Mal geglückt, mit überkreuzten Händen drei Bälle mehr als eine Runde am Laufen zu halten. Der vorherige Satz ist nicht geglückt, dadurch ein wenig geheimnisvoll, er soll ausdrücken, dass ich beim Jonglieren ein Stück weiter gekommen bin.
Heute waren Stadionrunden im Plan. Bei Regen warmlaufen, dann 7 x 400 m, alle Runden um die 1.33 min. Da bin ich zufrieden in die Sauna gegangen.

10. 3. 2017

Gestern war im Plan ein kurzer Lauf, da war ich froh, denn es hat richtig geregnet. Es hat so geregnet, dass ich mir überlegte, ich geh ohne Brille los, weil, nach drei Minuten seh ich eh nur Wasserschlieren, also nichts. Ich war seit vielen Jahren, glaub ich, das erste Mal ohne Brille draußen. Ich fand, ich habs richtig gemacht, denn mir lief so viel Wasser von der Birne und von überall her, da wäre die Brille nutzlos gewesen. Witzig fand ich das Gemisch aus Regenwasser und Schweiß und Rotz, für diese Mischung war einer der Abtropfpunkte die Mitte der Oberlippe. wenn ich pustete, flog die Tropferei fort, wenn nicht, ist es wohl ein Reflex, manchmal zu lecken. Nun gut, der Geschmack ist nicht sonderlich delikat, auch nicht besonders schlimm.
Den Regen nahm ich nach gewisser Zeit nicht mehr wahr, witzig fand ich die schwereren Tropfen, die nicht direkt vom Himmel kamen, sondern sich erst sammelten und vergrößerten an den Ästen und Zweigen, bis sie abrissen. Wenn von denen einer einschlug, ... Ich stellte mir vor, wenn solch schweres Teil auf mein Ohr trifft, und der Löffel schlappt runter und richtet sich dann wieder auf. Ich dachte drüber nach, ob man das gefilmt bekommt. So Zeugs denkt es manchmal beim Laufen.
Ein kleiner Nebel war im Wald, auf eine Senke beschränkt, da hab ich mich gefragt, ob das jetzt stimmt, was ich da sehe, ich war ja brillenlos. Ich glaub, er war wirklich da.
Als das meiste rum war, es ging nur noch bergab nach Hause, ich hatte richtig Tempo drauf, kam eine Horde kleiner, kläffender Hunde angerast, sie verbellten mich, ich hab mal angehalten, irgendwann kam Fraule, so bissle die Hunderln ermahnend angelatscht. Ich find, sie hatte Glück mit mir, ich hab wenig Angst vor Hunden und bin sowieso recht friedlich, hab ihr trotzdem sagen müssen, dass das jetzt Kacke war. Nur weil ichs aufschreiben wollt, hab ich mir das gemerkt.
Heute war Laufen bei Sonne angesagt, mit Brille, schöner Musik auf den Ohren. Ich sollte laut Plan einen Halbmarathon im Wettkampftempo laufen, hab ich verweigert wegen Unlust. Waren dann doch 18 km, der km-Schnitt war gut, so ließ ich es gelten. Das Ereignis heute: Mehreren freundlich grüßenden, laufenden oder Rad fahrenden schönen Frauen begegnet, mich dran gefreut. Und durch Wolkenschatten gelaufen, die am Platz blieben. Hab ich da ausmessen können, wie groß Wolken sind? Oder wie groß projizierter Schatten von Wolke ist. Oder wie groß Wolke sein muss bei so entfernter Lichtquelle, wenn der Schatten schrittzahlausgemessen groß ist. Schwere Fragen bei recht unkonkreter Datenlage, eigentlich mit ein bisschen Mathematik zu ergründen,  aber nicht von unterwegs aus und beim Laufen zu lösen.

3. 4. 2017

In der Zeitung stand Ende März ein ganzseitiger Artikel über eine Gruppe Läufer, die zusammen ein Vierteljahr immer sonntags von Hirschau aus die langen Strecken als Marathonvorbereitung angehen und dabei clever organisieren, dass es unterwegs Verpflegungsstellen gibt. Da kann man was trinken, warm oder kalt, was knabbern, Keks oder Nuss oder Apfel oder Banane, schon mundgerecht vorbereitet. Ich hatte diesen Sonntag frei, hab angefragt und wurde herzlich eingeladen, dazuzukommen. Dann trafen sich tatsächlich um die dreißig Läufer und Läuferinnen, es waren drei Leistungsgruppen angeboten, ich lief in der mittleren Gruppe mit, mein Handy zeigte am Ende 33km an. Unterwegs konnte man schwätzen oder ruhig sein, irgendwer hat immer was erzählt, es war seit langem für mich der erste Lauf ohne Musik im Ohr. Ich fand es außerordentlich angenehm und auch komfortabel, so zu trainieren, weil beim Miteinanderreden merkt man sich nicht so deutlich, wenn es anstrengend wird. Die letzten zwei oder drei Kilometer war es dann doch ganz still, ich glaub, wir freuten uns auf das Ankommen, nach dreißig gelaufenen km ist man doch nicht mehr ganz frisch. Zum Schluss, in Hirschau, gab es noch mal was zu Trinken, zu Essen und eine gutgelaunte redselige Geselligkeit, bevor dann alle wieder nach Hause wollten. Den Entschluss des Hirschauer Lauftreffleiters, er ist 74, und seiner Frau, dies schöne Angebot alle Jahre wieder zu machen, finde ich wunderbar und werde bei nächster Gelegenheit wieder mitlaufen.

18. 4. 2017

Gestern waren sie schon unterwegs, morgens hab ich sie gesehen und gehört beim Lauf über die Felder am Neckar entlang, Richtung Tübingen. Es war der letzte längere Lauf vor dem Marathon. Die Schwalben flogen wundervolle Kapriolen über dem Wasser, und ihr hohes Sirren war unverkennbar und deutlich. Es sieht schön aus, voller Lebenslust die Kurven eng ziehend und manchmal das Wasser anschnäbeln, anfliegen, answitchen, da fällt mir kein Wort ein dafür, sie machen es halt wie die Schwalben im Frühjahr.
Mein Lauf ging über knapp 24 km, diesmal hab ich mich in die schnellste Gruppe der Hirschauer Läufer getraut, das ging lange gut. Als wir dann in Tübingen ankamen, die Platanenallee war noch gut, aber dann ging es hoch über die Neckargasse, weiter zum Schloss, durch den Hof über eine Tunneltreppe wieder raus und zum Bismarckturm. Das sind allerhand Höhenmeter auf kurzer Strecke, ich musste hinterherhecheln, sie haben oben kurz gewartet und ich konnte mich wieder rankämpfen. Dann oben am Spitzberg lang an Wurmlingen vorbei zum Ziel. Auf den neckarferneren Feldern und Wiesen war es dann der Gesang der Lerchen, der vom Frühling und vom Frohsein kündete. Mir hat es gefallen, zumal am Ziel wieder ein kleiner Imbiss wartete.
Heute konnte ich den Schwalben bei Schneegestöber zuschauen, ich saß hinter meinem Küchenfenster im Warmen. Der April hat gezeigt, dass das Sprichwort über ihn stimmt. Die Sonne schien, Regen fiel und Schnee stürmte und war schnell wieder weg. Den Schwalben schien es egal zu sein, wie mag es sein, wenn sie mit einer Schneeflocke oder einem großen Regentropfen kollidieren. Als die Sonne blitzte und sie tief übers Wasser zogen, verdoppelten sie ihre Anwesenheit durch die im Wasser spiegelnden weißen Bäuche.

24. 4. 2017

915km zeigte mein Navi an, sei die Heimfahrt lang, also eine Marathonfahrt. Bei Regen und 6 Grad fiel der Abschied nicht schwer, obwohl der letzte Blick über die weiten grünen Wiesen das Herz erreicht, immer wieder auf's Neue. Das ist der letzte Block in diesem Text, gestern war Marathontag. Der befürchtete Gegenwind blieb aus, bzw. war nur auf den allerletzten Kilometern wirksam. Am Start war es kalt, ich war aufgeregt und guter Dinge, mein Laufkumpel war da, voller Lust. Es ging gut los, raus aus Wieck, Richtung Prerow, viele Menschen an der Strecke, rein in den Naturschutzwald. In den schwarzen Wassern der langen Gräben spiegelte der Himmel zwischen den Grasinseln, wie ein Zauberwald schön. Und es lief gut, der erste Zehner war das pure Glück. Der zweite wurde noch besser, die Zeiten waren gut, 4'45 auf den km bei guter Haltung und großen Schritten. Dann musste ich meine Waden besprechen, sie wollten sich wichtig tun, ich hab sie freundlich aufgefordert, das zu verschieben. Nach dem Wald der Radweg oberhalb vom Strand an Ahrenshoop entlang. Der Wind kam nicht wie die beiden Tage zuvor von vorn, man konnte das genau sehen am Dünengras, es zeigte vom Wasser landwärts. Das ruckelte immer noch gehörig, aber nicht dagegen. Die Wellen hatten eine weiße Schaumkrone, und da , wo sie auf eine Steinpackung trafen, ging die Gischt 10m hoch und machte einen Nebelsaum. Das gab ein Gefunkel in der Sonne, zumal von dunklen Wolken kontrastiert. Dann über die schmale Stelle der Insel zur Boddenseite, es waren jetzt schon Endzwanziger km. Da geht es schon ein bisschen angestrengt zu, aber dann kam der Wind direkt von hinten. Geschenkte km, die Schritte wurden wieder weit, ich hab mich groß gemacht, dem Wind was zu bieten, die km-Zeiten waren immer noch gut. Es waren dann nur die letzten km im Gegenwind, aber da gab es jede Menge langsame Halbmarathonleute zu überholen, das war dann auch ein gutes Gefühl. Im Ziel hab ich mir dann die Zeit fast nicht geglaubt, es war 7 min schneller als beim letzten Mal. Diesmal war keine Spur der Quälerei, wie letztes Jahr, ich war besser vorbereitet. Es ist jedes Mal was Großes, von dem man vorher nicht weiß, wird es klappen. Dieser Frohmut, angekommen zu sein, miteinander über seine Verspannungen und Erschöpfung zu kichern, das mühsame Auspellen vorm Duschen, die dabei spürbaren Ungelenkheiten und vage Schmerzanfälle an unerwarteten Stellen, z. B. wenn der Socken nicht runter gehen will, alles scheint im Endorphinrausch lustig. Dann gibt es Kuchen und Nudeln und Suppe und Kaffee und nochmal Kuchen, das fällt alles so rein und es braucht ziemlich viel bis zu dem ersten Gefühl, dass es langsam besser wird.

Will ich weiter laufen? Ich glaub schon. Das Niewiedergefühl kam diesmal nicht vor, als ich abends in meinem Quartier saß, im Warmen, die Beine oben, konnte ich mein Glück schier mit Händen greifen, so bewusst war es mir. Das Gefühl, ein Vierteljahr intensives Training zu einem guten Abschluss gebracht zu haben, mich wacker durchgekämpft zu haben, wie soll ich es beschreiben, ohne im totalen Kitsch zu landen.
Ein Höhepunkt der diesjährigen Vorbereitungszeit war das Erleben der beiden Übersiebzigjährigen, einer von denen läuft immer noch schneller als ich. Das sind doch schöne Aussichten.